So, heute widtmen wir uns mal wieder meinem heissgeliebten Substantiv. Na? Wisst Ihr noch, was das fuer eine Wortart war? Genau, ein Nomen bzw. Hauptwort. Es waere ja auch zu einfach, wenn es sich nicht noch untergliedern lassen wuerde. Also, da gibt es augenscheinlich die Gruppe der konkreten Nomen bzw. gegenstaendliche Hauptwoerter und die Gruppe der abstrakten Nomen bzw. Gedankenhauptwort. Als Beispiel fuer die erste Gruppe sind: Haus, Hund, Stein, Moebel, Rose und Hand angegeben. Das ist auch alles schoen und gut, und kann man sich auch anschaulich erklaeren. In der zweiten Gruppe sind ebenfalls exemplarische Erguesse niedergelegt, die sich in folgender Liste erbrechen: Liebe, Freude, Hass, Mut, Staerke, Hilfe. Auch das ist klar, da muss man nichts zu sagen. Aber ich frage mich, warum bei solchen Beispielen immmer, und ich meine wirklich immer Exemplare genommen werden, wo man auch selbst drauf kommen kann? Interessante Faelle machen die nicht. Ich frage mich z.B. gerade ob das Wort Seele nun zur ersten oder zweiten Gruppe gehoert? Die Seele eines Kabels ist sehr Gegenstaendlich. Aber die Seele eines Menschen wohl eher nicht. #hrmpf# Springt dieses Wort dann in den Gruppen hin und her? Aber es gibt ja noch mehrere Beispiele. Was ist z.B. mit einem Furz? Also Gegenstaendlich ist der nicht, aber in engen Raeumen wuenschte man sich er waere Gedanklich. Also was nun? Und wie entscheidet man ueberhaupt ob es ein Nomen ist? Wenn ich mir meine Worterfindung den “Schwiff” ansehe (der uebringens mittlerweile alltagserprobt ist, und schon die Runde macht. Darauf hat die Welt gewartet). Wer bestimmt, das Schwiff ein Nomen ist? Muss ich warten bis der Herr Duden sagt: Jow ist eins? Soll ich dem mal ne Mail schreiben? Andere werden sagen, ja moment, da kann man doch einen Artikel, hier ‘der’ davor setzen. Also “der Schwiff”. Jaja, kann man. Aber ich kann dem ‘der’ auch das ‘das’ vorsetzen. Also wenn ich z.B. sage, ich kann dem Schwiff das der davor setzen. Tja, und wird dann das der zum Substantiv? Oder bleibt es auch hier ein maennlicher bestimmter Artikel? Und wie sieht es mit der Satzkonstruktion “Das das, das dass das beschreibt, ist ein Artikel” aus? Sind die ganzen dasse jetzt Artikel? Oder werden Sie wirklich zum Nomen und waere dann folgerichtig der Satz “Das Das, das dass Das beschreibt, ist kein Artikel” so zu schreiben? Also wenn da einer Infos zu hat, moege er sie mir zukommen lassen. Vieleicht sollte ich einen Web-Ring “Der Deutschlerner” gruenden. Eine Selbsthilfegruppe fuer Menschen, die die Deutsche Sprache ebendsowenig verstehen wie ich.
Archiv für die Kategorie ‘Jetzt lerne ich Deutsch’
Substantiv, aber was fuer eins?
Freitag, 20. September 2002Also das wird immer bunter
Freitag, 13. September 2002Also, ich habe mal wieder geschmoekert und im Einleitungstext, ich wiederhole EINLEITUNGSTEXT eine mir bis heute unbekannte Wortart gefunden. Die schimpft sich “fakultatives Praepositionalobjekt”. Und mal unter uns, ich moechte wahrscheinlich garnicht wissen was das wohl ist. Das klingt schon so verboten. Als muesste man das hinter der geschlossenen Hand sagen. Nach dem Motto “Pssssst, willst Du ein fakultatives PO kaufen?”. Also wer hat sich sowas ausgedacht? Ich meine, man faengt doch an zu sprechen. Dann entwickelt sich die Sprache. Dann meinten irgendwelche Leute, hey das muesste man auch mal aufschreiben. Das taten wir dann. Aber wer um Himmelwillen hat soviel Zeit gehabt sich so ein Regelwerk einfallen lassen? Haben wir uns zu gut verstanden, alsdass es so haette bleiben koennen? Muss man den Kindern unaussprechliche Namen geben, damit sie sich nicht gegenseitig rufen koennen? Oder war mal beabsichtigt, das Deutsch nur fuer eine eingeschworene Gemeinschaft verstaendlich ist? Hmm… War das wieder ein Illumiatenprojekt? Wer weiss das schon…
Weiter im Text
Dienstag, 10. September 2002Nachdem ich ja rausgefunden habe, was ein Substantiv ist, widtme ich mich nun mal dem Verb. Also “Wat is ne Verb?”. Also nachdem ich mich auf die Suche gemacht habe, habe ich folgendes gefunden: “Ein Verb ist ein Taetigkeitswort!”. Man sagte dazu in der Schule auch immer “Tuwort”. Soviel zur Theorie. Aber auch hier haelt die deutsche Sprache wieder einmal eine Menge Fallen bereit. Zum Beispiel ist in dem Satz
Jetzt tu ich mir ne Suppe kochen!
mit nichten tu das Verb. Lediglich “tun” waere eins. Genaugenommen, ist “tu” garkein Wort, obwohl es einem Tu-Wort wohl am naechsten kommt. Hier ist nun folgerichtig “kochen” das Verb. Nebenbei sei erwaehnt, das “ne” auch kein Numeral ist. Als Schlussfolgerung ist noch zu bemerken, das es sich hier nicht um einen Satz handelt, den man als “gutes Deutsch” bezeichnen wuerde. Diesen Satz kann man nun mannigfaltig transformieren. Als Beispiel sei die folgende transformation genannt:
Ich koche mir jetzt eine Suppe.
Dies entspricht einer guten Satzformulierung. Folgende Elemente sind enthalten
| Wort | Wortart |
| Ich | Personalpronomen |
| koche | Verb / Taetigkeitswort |
| mir | Dativ des Pronomens ‘ich’ |
| jetzt | temporales Adverb |
| eine | Unbestimmter Artikel Typ: femininum |
| Suppe | konkretes Substantiv |
Als Uebung sei es dem Leser ueberlassen den Satz “Meine Suppe ess ich nicht!” in seine Bestandteile zu zerlegen.
Neue Erkenntnisse in Sachen “Substantiv”
Samstag, 07. September 2002Also, ich habe doch noch Informationen gefunden, dort war zu lesen:
Substantiv: deklinierbares, mit dem Artikel verbindbares Wort, das ein Lebewesen, einen Gegenstand oder einen Begriff bezeichnet. Nomen, Hauptwort, Dingwort.
Hmmm… muss ich jetzt davon ausgehen, das ein Substantiv nichts anderes als ein Nomen ist? Oder was wollen die mir sagen? Und wenn ja, warum hat das Kind zwei Namen? Ok, gehe ich jetzt erstmal davon aus, das es ein Nomen ist. Was mir aber schleicherhaft ist und bleibt, ist, wie ich einen Begriff bezeichnen kann! Ich meine Lebewesen und Gegenstaende, kann man sicherlich mit kuenstlerischen Faehigkeiten mehr oder weniger “bezeichnen”, jedoch wie soll das bei einem Begriff, welcher ja von substanzloser Natur ist, funktionieren? Vieleicht mit “Virtual-Painting”? Kommt daher auch die Redewendung “Wenn ich mir das im Geiste ausmale!”? Ok, ich fasse unseren derzeitigen Wissenstand und muehsam erworbenen Kenntisse zusammen. Jetzt wissen wir das ein Substantiv ein Hauptwort oder Nomen, welches ja bekanntlich “est omen” ist, ist. Darauf kann man aufbauen.
Das Bedeutungswoerterbuch
Samstag, 07. September 2002Heute habe ich mir mal den Dudenband Nr. 10 geschnappt. Dieser Band heisst Bedeutungswoerterbuch. Ich natuerlich ganz neugierig im selbigen unter “Bedeutungswoerterbuch” nachgesehen, und dort wurde es nicht aufgefuehrt. Muss ich jetzt annehmen, das dieses Buch ohne Bedeutung ist? Ich meine, ich habs sofort wieder zurueckgestellt. Frage mich nur, ob ich dafuer das Geld zurueckverlangen kann. Was soll ich mit einem bedeutungslosen Buch? Nur mal so nebenbei: “Substantiv” stand auch nicht drin. Das zeigt mir, das die Schreiber des Duden echte Kuenstler sind. Sie haben es ja geschafft, aus diesem bedeutungslosen Wort, im Band 4 “Grammatik”, 62 Seiten zu fuellen. Das ganze macht es mir wirklich nicht leicht, diesen Wusst, welchen ich einst fuer Deutsch gehalten habe, auseinander zu Klamuesern.
Gross- und Kleinschreibung… aber…
Freitag, 06. September 2002So, ich sagte ja im letzten Blogeintrag dieser Kategorie: “Jetzt lerne ich Deutsch!” Und haette ich gewusst, wie voll ich meinen Mund genommen habe, haette ich diese Rubrik nichtmal angedacht. Nungut, ich wollte mich meinem ersten Problemkind, der Gross und Kleinschreibung widtmen. Ich also frohen Mutes ( <- Substantiv als adverbiale Bestimmung, nur so zur Info) und schlog ( <- definitiv falsche interpretation der Wortformen ) die entsprechende Seite auf. Mich als Laie, im Bezug der deutschen Sprache als wissenschaftliche Spielerei, erschlug das dort zu lesende. Nach dem allgemeinen, mit Fremdwoertern nur so gespickten Geplaenkel, kam ich wohl zu den ersten wichtigen Aussagen dieser reichlich trocken und im Stil einer wissenschaftlichen Abhandlung geschriebenen Textpassagen. Dort stand:
Substantive werden grossgeschrieben. Das gilt fuer einfache Substantive, fuer abgeleitete und fuer Zusammensetzungen. Substantive koennen entstehen durch Umsetzung von Woertern anderer Wortarten (Substantivierung). Besonders haeufig kommt das vor beim Adjektiv und beim Verb (Infinitive und Partizipien). In der Regel ergibt sich aus dem Kontext, ob eine Form ein Substantiv ist oder nicht.
Mein erster Gedanke: “Aha”! Ich wollte mich nicht gleich einschuechtern lassen, und gestand mir grosszuegigerweise ein, die Worte “Infinitive” und “Partizipien” einfach zu Ueberlesen und als zweitrangig Einzustufen. Zumal mir der Begriff “Substantiv” die eher zentrale Rolle in diesem Textabschnitt spielen mochte. Nun draengte sich mir ganz unweigerlich ein zweiter, von unsicherheit gepraegter Gedanke auf: “Was ist ein Substantiv?”.
Ich wollte mich auch dieser zweiten Schlacht nicht geschlagen geben, und dachte mir: “Pah, als stolzer Besitzer des 12 Baendigen Dudens werde ich auch diese Information finden”. Und malte mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht aus, das ich diese Information garnicht finden wollen wuerde. Denn als ich in meinem heissgeliebten Duden Nummer 4 “Grammatik” unter Substantiv aufschlug, erbrach sich eine Mannigfaltigkeit von Detaeilbeschreibungen, die sich auf schlappen 62 Seiten dekonzentrierten. Und wieder, ganz von selbst begann mein Kopf zu denken. Er sagte erneut “Aha!”.
Aber immernoch wollte ich nicht nachgeben, und begann die ersten Saetze zu diesem Monstrum, welches sich Substantiv schuempfte, zu lesen:
Substantive koennen gebraucht werden als Subjekt oder Objekt. Als adverbiale Bestimmung oder Attribut. Substantive koennen in der Regel ihre Form nach dekliniert, von ihnen koennen verschiedene Kasus- und Numerusformen bebildet werden.
Wow, was ich damit alles machen kann. Wahnsinn… aber was zur Hoelle ist ein Substantiv? Ausserdem kenne ich nur den Kasus-Knacktus und den Numerus-Clausus, der andere Rest ist mir voellig unbekannt. Und was diverse Subjekte und Objekte damit zu tun haben, ist mir auch im dunkeln geblieben. Es duenkt mich solangsam, das Deutsch fuer Deutsche viel zu Umstaendlich erklaert ist.
Aber ich bleib dran, und wenn die naechsten 70 Eintraege in dieser Rubrik von Substantiven handeln.
Deutsch
Mittwoch, 04. September 2002Ich habe ja meine wunderschoene Dudensammlung gestern bekommen #FREU# Und ich habe schon viel drin geschmoekert. Alle die denken das sei langweilig, denen muss ich sagen “Falsch gedacht” Die Kombination der einzelnen verschienden Buecher, ermoeglicht ein hin und her springen. Wo kommt ein Wort her, wie wirds eigentlich ausgesprochen und was bedeutet es eigentlich. Wird es stilistisch in einem Zusammenhang angewendet, und welche Sinn- und Sachverwandten Woerter gibt es noch. Also echt schoen. Aber von den 12 Baenden kommt mir Band nur 4 mit dem Buchtitel “Die Grammatik” etwas spanisch vor. Und erstmals im Leben weiss ich, warum an Volkshochschulen Deutschkurse mit dem Namen Deutsch als Fremdsprache gehalten werden. Ich las naemlich Woerter wie:
Morphem, Diphthonge, phonographisch, Grapheme, Tempus, Praesens, Indikativ Konjunktiv, Partizip, Genus, Konkreta und Abstrakta, Kassyssystem, Deklination, Kongruenz, Konjuktionen, Praepositionen, Reduplikation, Kontamination, deverbal, Kompulativ, Pradigt, Lexem, Suffixe, Appositoin, Konzessiv, Kohaerenz,…
Um nur einige zu nennen. Ich meine, wenn man die deutsche Sprache mit solchen Begriffen an den Mann bringen und dem Ottonormalbuerger erklaeren will, dann ist das eindeutig eine Fremdsprache. Denn ich muss fuer meinen Teil gestehen, ich habe schon schnell den roten Faden verloren. Und weil mich das wurmt, habe ich gerade beschlossen “Jetzt lerne ich Deutsch”. Und dafuer gibts jetzt auch diese geleichnamige Kategorie. Das wird ja was geben “LRS vs. Ehrgeiz”.